Nach Terminvereinbarung: Siegen-Wittgensteiner können ab nächster Woche Fahrzeuge in Herborn-Burg an- und ummelden / Händler in Gummersbach

16. November 2023, 17:39Meldungen

Ab der kommenden Woche können Bürgerinnen und Bürger aus Siegen-Wittgenstein wieder Fahrzeuge an- und ummelden. Möglich machen das Kooperationen mit Nachbarkreisen sowohl in NRW als auch in Hessen und Rheinland-Pfalz. Grundlage dafür sind entsprechende Erlasse der jeweiligen Landesregierungen. Letzte Einzelheiten wurden am heutigen Nachmittag geklärt.

Privatpersonen aus Siegen-Wittgenstein werden die Möglichkeit haben, Fahrzeuge in der Zulassungsstelle des Lahn-Dill-Kreises in Herborn-Burg an-, um- oder abzumelden. Für Händler aus dem Kreisgebiet gibt es eine entsprechende Möglichkeit in der Zulassungsstelle des Oberbergischen Kreises in Gummersbach. Hier sind Zulassungen bereits ab Montag möglich.

Ein Besuch in den Zulassungsstellen ist sowohl für Händler in Gummersbach als auch für Privatpersonen in Herborn-Burg ausschließlich nur nach vorheriger Terminreservierung möglich. Reservierungen werden ab Freitag, 17. November, ab 8:00 Uhr bei der Kreisverwaltung in Siegen entgegengenommen.

Privatpersonen wählen dazu die Nummer 0271 333- und eine der folgenden Durchwahlen: 1041, 1045, 1051, 1054 oder 1055.

Händler können Termine unter 0271 333-1060 vereinbaren.

Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger aus Siegen-Wittgenstein auch die Zulassungsstellen des Westerwaldkreises in Hachenburg, Westerburg oder Montabaur nutzen. Hier ist eine Online-Terminbuchung über die Homepage des Westerwaldkreises möglich.

Nach einem Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen ist es darüber hinaus möglich, Fahrzeuge in allen Zulassungsstellen des Landes an-, um- und abzumelden. Interessenten müssen sich dann über die jeweiligen kommunalen Homepages informieren, ob Terminvereinbarungen nötig sind.

In allen Fällen werden die Fahrzeughalter Kennzeichen des ausgebenden Kreises erhalten! Wer also sein Fahrzeug in Herborn-Burg anmeldet, wird LDK erhalten. Fahrzeuge, die von Händlern im Oberbergischen Kreis angemeldet werden, erhalten ein GM-Kennzeichen. Im Westerwaldkreis werden WW-Kennzeichen ausgegeben. Eine Erteilung von SI- oder BLB-Kennzeichen ist in den Zulassungsstellen außerhalb des Kreisgebietes zurzeit nicht möglich.

Wer ein Kfz an- oder ummelden möchte, muss folgendes mitbringen:

  • Zulassungsbescheinigung 1 & 2
  • EVB (Elektronische Versicherungsbestätigung)
  • Personalausweis
  • EC-Karte

Die Kreisverwaltungen Siegen-Wittgenstein und Lahn-Dill haben bereits Anfang der Woche damit begonnen, neue Arbeitsplätze in Herborn-Burg einzurichten. Dafür wurde ein Sozialraum in ein Büro verwandelt, Schreibtische und Bürostühle organisiert, IT-Technik installiert und Zugänge geschaffen. Weil die verwendete Software im Lahn-Dill-Kreis eine andere als die in Siegen-Wittgenstein ist, wurden schon seit Mittwoch Kolleginnen und Kollegen aus Siegen-Wittgenstein vor Ort geschult. Sie sind nun in der Lage, in der kommenden Woche in Herborn-Burg die entsprechenden Vorgänge bearbeiten zu können.

Landrat Andreas Müller dankt allen beteiligten Behörden ganz herzlich für diese schnelle und unbürokratische Hilfe: „Hier haben Landesregierungen aus drei Bundesländern, das Kraftfahrtbundesamt, fünf Kreise in Südwestfalen und zahlreiche Kreise und Kommunen in Nachbarländern eng zusammengearbeitet, um möglichst einfache Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger zu finden. Hier mussten viele rechtliche und technische Fragen geklärt und organisatorische Voraussetzungen geschaffen werden. Dass das geklappt hat, ist nicht selbstverständlich und freut mich sehr!“

Ganz besonders bedankt sich der Landrat bei seinen Kollegen im Lahn-Dill-Kreis, im Westerwaldkreis und im Oberbergischen Kreis: „Keine der dortigen Zulassungsstellen hat die Kapazitäten, mal eben jeden Tag einige hundert zusätzliche Zulassungsvorgänge aus Siegen-Wittgenstein und anderen südwestfälischen Kreisen mit abarbeiten zu können. Dass innerhalb weniger Tage die Voraussetzungen geschaffen wurde, dass doch möglich zu machen, zeigt, wie groß die Hilfsbereitschaft in dieser schwierigen Lage nach dem Cyberangriff ist.“