Kreismitarbeiter arbeiten in Gummersbach, Kirchen und beim Studierendenwerk

10. November 2023, 17:32Meldungen

Landrat dankt für Amtshilfe

Landrat Andreas Müller dankt seinem Kollegen Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises. Der hat in der Kreisverwaltung in Gummersbach eine weitere Außenstelle eingerichtet – aber nicht für eigene Mitarbeiter, sondern für Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltungen Siegen-Wittgenstein und Olpe. So können jetzt an acht Arbeitsplätzen in vier Büros Elterngeldanträge und Angelegenheiten im Rahmen des Schwerbehindertenrechts bearbeitet werden. Fünf Kolleginnen und Kollegen aus Siegen-Wittgenstein und vier aus dem Kreis Olpe haben bereits ihre Tätigkeit in Gummersbach aufgenommen

„In der schwierigen Situation nach dem Cyberangriff auf die Südwestfalen-IT freue ich mich sehr über diese Unterstützung aus unserem Nachbarkreis“, sagt Landrat Andreas Müller: „Ich bin umso dankbarer, weil der Oberbergische Kreis von sich aus auf uns zugekommen ist, um uns diese Unterstützung anzubieten.“

Zudem haben auch Veterinäre aus Siegen-Wittgenstein die Möglichkeit, Arbeitsplätze bei der Kreisverwaltung in Gummersbach zu nutzen, um sich Daten im Rahmen der Lebensmittelüberwachung herunterzuladen. Ohne die wären anstehende Kontrollen von Betrieben nicht möglich.

Der Landrat dankt zugleich aber auch weiteren Partnern in der Region, die die Kreisverwaltung nach dem digitalen Blackout unterstützen. So können Mitarbeiter der Schüler-Bafög-Stelle des Kreises beim Studierendenwerk der Universität Siegen arbeiten, weil für Schüler- und Studierenden-Bafög die gleichen Systeme genutzt werden.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat in ihrer Außenstelle in Siegen Arbeitsmöglichkeiten für das Staatliche Schulamt im Kreis Siegen-Wittgenstein bereitgestellt.

Schließlich hat sich die Verbandsgemeinde Kirchen bereiterklärt, Kurzzeitkennzeichen für Fahrzeughalter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein auszugeben und Stilllegungen vorzunehmen. Zudem hat die Führerscheinstelle des Kreises Arbeitsmöglichkeiten in Kirchen.

„Durch dieses Angebot hat sich das Arbeitsaufkommen in der Zulassungsstelle in Kirchen massiv erhöht. Deshalb haben wir zwei Kollegen unserer Zulassungsstelle zur Unterstützung dorthin geschickt. Vor allem um die vielen telefonischen Anfragen zu bearbeiten, aber auch um Abmeldungen vorzunehmen“, sagt Andreas Müller: „Ich bin Bürgermeister Andreas Hundhausen für diese länderübergreifende Amtshilfe äußerst dankbar. Diese Krise zeigt einmal mehr, dass wir uns im Dreiländereck aufeinander verlassen können.“

Auch für eines der drängendsten Probleme nach der Cyberattacke zeichne sich eine Lösung ab, so Müller: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in der kommenden Woche eine Lösung für die An- und Ummeldung von Fahrzeugen verwirklichen können. Ich weiß, dass viele Bürgerinnen und Bürger händeringend darauf warten. Leider konnten wir dieses Problem nicht alleine lösen. Jetzt sieht es aber so aus, dass wir einen gangbaren Weg gefunden haben, zu dem wir dann hoffentlich in der kommenden Woche Konkretes sagen können.“